Müntefering bezeichnete es einst als “unfair”, dass die Koalitionsparteien an ihren Versprechen im Wahlkampf gemessen würden.
Die saarländischen Grünen scheinen ebenso zu denken, offenbar haben sie ganz schnell ihre eigenen Positionen von vor der Wahl vergessen - und wollen nicht mehr daran erinnert werden.
Also bin ich mal ganz unfair zu den Grünen. Aus ihrem Wahlprogramm: (hier als PDF)
(…) Nach zehn Jahren konservativer Regierung braucht das Saarland dringend den Wechsel. Die mit absoluter Mehrheit regierende CDU ist verbraucht, sie bedrückt die Menschen durch rücksichtslose Machtausübung, missachtet Bürgervoten und verhält sich obrigkeitsstaatlich. Die Wirtschaftsdaten des Landes sind schlecht, eine Wende in der Energiepolitik ist nicht in Sicht, und die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen sind durch eine rigide Auslesepolitik an den Schulen und Hochschulen verringert worden. Die Angebote für Bildung und Betreuung von Kleinkindern im vorschulischen Bereich sind immer noch völlig unzureichend, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht gewährleistet. Es fehlen Krippenplätze, ganztägige Kitaplätze und echte Ganztagsschulen.
Wir GRÜNE wollen das ändern. Wir sagen: Es ist Zeit für Veränderung in diesem Land (…)”
(Hervorhebungen gehen auf meine Kappe.)
Grüne, Ihr habt eure Wähler massiv verarscht und belogen. Also werdet Ihr den Würmern folgen, so wie die SPD dies bereits tut.

